Hafen Strande
Hafen Strande

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Hafenmeisterei:

Strandstraße 12

24229 Strande

 

Tel. / Fax: +49 (0) 4349 / 8988

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Aktuelles

Hanseboot: 58. Internationale Bootsmesse Hamburg. 28. Oktober bis 5. November 2017
Mo.-Fr. 12-20 Uhr, Sa. + So. 10-18 Uhr

Öffentliches Bücherregal im Hafenhaus

Ab Juni 2015 befindet sich im Hafenhaus ein Regal mit kostenlosen Büchern zum ausleihen. Hier können Strander Bürger, Liegeplatzinhaber und Gastlieger Bücher mitnehmen und abgeben, so dass ein bunter Austausch gewährleistet ist. 

Benutzungsordnung für den Hafenbetrieb Strande

Aufgrund des  §  3  Abs. 2  Nr. 1  und des  §  8  Abs.  2  der Landesverordnung für die Häfen in Schleswig-Holstein (Hafenverordnung - HafVO) vom  15.Dezember 1998  (Gesetz- und Verordnungsblatt für Schleswig-Holstein S. 503) und der Sportboothafenverordnung vom 15. Dezember 1998 wird folgende Benutzungsordnung erlassen:

 

 

I.  Allgemeinde Bestimmungen

 

§  1

Geltungsbereich

 

Diese Benutzungsordnung gilt in Ergänzung zu den Bestimmungen der Landesverordnung für die Häfen in Schleswig-Holstein  (Hafenverordnung - HafVO)  vom  13. Februar 1976 und der Landesverordnung über Sporthäfen  (Sporthafenverordnung) vom  20. August 1974  für den Hafen Strande.

 

 

§  2

Zweckbestimmung

 

Der Hafen Strande ist ein öffentlicher Hafen. Er dient der Unterbringung von Segel-, Motor- und Ruderbooten und ist ein Schutzhafen für Fischereifahrzeuge und Sportboote, nachstehend  -  Wasserfahrzeuge  -  genannt. An der Ostmole sind die Stirnseite und  100 m an der Innenseite als Anlegestelle für Fahrgastschiffe vorbehalten. Die Hafenbehörde kann Ausnahmen zulassen.

 

 

§  3

Begriffsbestimmungen

 

(1)

Hafenbehörde ist gemäß  §  3  Abs.  1  der Hafenverordnung der Amtsvorsteher des Amtes Dänischenhagen als örtliche Ordnungsbehörde. Örtlicher Beauftragter der Hafenbehörde ist der Hafenmeister.

 

 

(2)

Die Hafenverwaltung obliegt gemäß  §  5  der Satzung für den Hafenbetrieb der Gemeinde Strande dem Werkleiter.

 

 

§  4

Gebühren und Entgelte

 

(1)

Für die Benutzung des Hafen Strande, seiner Einrichtungen und Anlagen sind Gebühren und Entgelte nach der Satzung über die Erhebung von Hafenabgaben im Hafen Strande und der Entgeltsordnung für den Hafen Strande in ihrer jeweils gültigen Fassung zu zahlen.

 

 

(2)

Die Satzung über die Erhebung von Hafenabgaben im Hafen Strande und die Entgeltsordnung für den Hafen Strande können beim Hafenmeister eingesehen werden.

 

 


 

 

II. Hafenbenutzung

 

§  5

Zuweisung von Liegeplätzen

 

(1)

Liegeplätze werden im Auftrage der Hafenbehörde ausschließlich durch den Hafenmeister auf

 

Antrag für die Dauer eines Jahres  (Fischereifahrzeuge)  bzw. einer Saison  (Sportboote)

 

zugewiesen. Die Antragsfrist endet am 31. Januar eines jeden Jahres. Ein Anspruch auf

 

Zuweisung eines bestimmten Liegeplatzes besteht nicht.

 

(2)

Die Hafenbehörde ist berechtigt, eine vorübergehende Umlegung von Schiffen zu verlangen.

 

(3)

Zugewiesene Liegeplätze dürfen ohne Zustimmung der Hafenbehörde nicht gewechselt werden.

 

 

§  6

Verkehrsregeln

 

(1)

Für das Ein- und Auslaufen aus dem Hafen Strande besteht folgende Regelung:

 

 

 

1.

Ein- und auslaufende Wasserfahrzeuge dürfen nur mit kleinster Fahrstufe, höchstens jedoch mit einer Geschwindigkeit von  6 km/h, fahren.

 

 

 

 

2.

Auslaufende Wasserfahrzeuge haben grundsätzlich Wegerecht vor einlaufenden Wasserfahrzeugen.

 

 

 

 

3.

Bei Sichtbehinderung durch ein an der Mole liegendes Fahrgastschiff oder durch dessen An- oder Ablegemanöver ist die zweite Hafeneinfahrt zu benutzen.

 

 

 

(2)

Die Hafeneinfahrten sind freizuhalten, und das unnötige Kreuzen in und vor den Einfahrten ist zu vermeiden.

 

 

(3)

Für das Befahren des Hafengeländes mit Landfahrzeugen gilt die StVO entsprechend.   Besondere Rücksicht ist auf den Hafenbetrieb und auf die primäre Auslegung der Verkehrsflächen auf den Hafenbetrieb zu nehmen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 10 km/h.

 

 

 

§  7

Pflichten

 

 

(1)

Es besteht die Verpflichtung,

 

 

 

1.

eine angemessene Haftpflichtversicherung für jedes Wasserfahrzeug abzuschließen. Die Hafenverwaltung ist berechtigt, sich das Bestehen der Versicherung nachweisen zu lassen;

 

 

 

 

2.

die Wasserfahrzeuge so festzumachen, daß sie sich weder losreißen noch Schäden oder Verkehrsbehinderung hervorrufen können;

 

 

 

 

3.

die Wasserfahrzeuge so abzufedern, daß auch bei engem Liegen Berührungen mit Nachbarfahrzeugen vermieden werden;

 

 

 

 

4.

die Wasserfahrzeuge gemäß nachstehendem  §  12  der Hafenverordnung zu kennzeichnen:

 

 

  Kennzeichnung der Wasserfahrzeuge 

 

 

 

 

 

Wasserfahrzeuge, die in Schleswig-Holstein beheimatet sind und die nicht bereits nach anderen Rechtsvorschriften gekennzeichnet sein müssen, haben folgende Kennzeichen zu tragen:

 

 

 

 

 

a)

Den Schiffsnamen an jeder Seite des Bugs und am Heck,

 

 

 

 

 

 

b)

den Namen des Heimathafens am Heck unter dem Schiffsnamen,

 

 

 

 

 

 

c)

die Kennzeichnung nach Absatz  1,   Buchst.  a)  und  b) muß in gut sichtbarer, mindestens 10 cm hoher lateinischer Druckschrift angebracht sein. Bei Sportfahrzeugen darf die Schrifthöhe bis auf  5  cm  verringert werden. Ist ein Sportfahrzeug bei einem Wassersportverein eingetragen,  so braucht nur sein Name und das Kennzeichen des Vereins am Heck angebracht zu sein.

 

 

 

 

5.

die Entnahme von Frischwasser auf ein Mindestmaß zu beschränken;

 

 

 

 

6.

vor Entnahme von elektrischem Strom die Genehmigung des Hafenmeisters einzuholen;

 

 

 

 

7.

für Abfälle jeglicher Art die bereitgehaltenen Müllbehälter zu benutzen und sperrige Abfälle im Einvernehmen mit dem Hafenmeister gesondert zu lagern und die Abfuhr auf eigene Kosten zu veranlassen und für Altöl und Bilgenwasser sind die gekennzeichneten Auffangbehälter zu benutzen;

 

 

 

 

8.

die hafenpolizeilichen und sonstigen Sicherheitsbestimmungen einzuhalten;

 

 

 

 

9.

dem Hafenmeister und den Vertretern der Hafenverwaltung in Ausübung ihrer dienstlichen Obliegenheiten das Betreten der Wasserfahrzeuge zu gestatten;

 

 

 

 

10.

unverzüglich nach der erstmaligen Einnahme des Liegeplatzes das Wasserfahrzeug beim Hafenmeister anzumelden, Adressenänderungen, Eignerwechsel, Aufgabe des Liegeplatzes und Bootswechsel unverzüglich anzuzeigen;

 

 

 

 

11.

vor Verlassen des Hafens für mehr als 24 Stunden dem Hafenmeister vorher Mitteilung zu machen, den Liegeplatz als  “ frei “ zu kennzeichnen und nach der Rückkehr das Wasserfahrzeug wieder anzumelden;

 

 

 

 

12.

der Betrieb der auf dem Hafen befindlichen Krananlage ist nur mit  Genehmigung oder unter Aufsicht des Werkleiters des Hafenbetriebes der Gemeinde Strande oder einer von ihm beauftragten Person zulässig.

 

 

 

 

 

13.

den Anweisungen von Beauftragten der Hafenbehörde und der Hafenverwaltung uneingeschränkt Folge zu leisten.

 

 

 

(2)

Es ist untersagt:

 

 

 

 

1.

Treppen, Fußabtreter und sonstige Hindernisse sowie Namensschilder und andere Kennzeichen an Pfählen, Brücken, Stegen und Spundwänden anzubringen;

 

 

 

 

2.

in dem Hafenbecken zu baden, zu segelsurfen und sich mit Wasserfahrzeugen länger als zum Ein- und Auslaufen notwendig, im Hafenbecken aufzuhalten sowie von den Hafenanlagen aus zu angeln und zu fischen;

 

 

 

 

3.

Wasserfahrzeuge jeglicher Art an den Spundwänden und Steinmolen, insbesondere im Schwenkbereich von Boots- und Mastenkränen, ohne vorherige Zustimmung der Hafenbehörde festzumachen;

 

 

 

 

4.

Festmachertonnen ohne vorherige Zustimmung der Hafenverwaltung auszulegen;

 

 

 

 

5.

im Hafen die Bordtoiletten zu benutzen;

 

 

 

 

 

6.

Abfälle, Verpackungsmaterial und sonstige Gegenstände in das Hafenbecken zu werfen, Öl und Abwässer in das Hafenbecken abzulassen;

 

 

 

 

7.

Motoren laufen zu lassen, wenn dies nicht unmittelbar der Fortbewegung des Fahrzeuges dient;

 

 

 

 

8.

Gegenstände jeder Art auf den Brücken und Stegen der Hafenanlagen abzustellen, soweit dies nicht zum unmittelbaren Be- und Entladen der Schiffe notwendig ist;

 

 

 

 

9.

Fahrzeuge und sonstige Geräte  -  wenn sie nicht be- oder entladen werden  -  im landseitigen Hafengebiet abzustellen. Unbefugt abgestellte Fahrzeuge und sonstige Geräte werden kostenpflichtig abgeschleppt bzw. entfernt.

 

 

 

 

10.

Fahrzeuge und Transportgeräte auf Slipanlagen und im Schwenkbereich der Kräne abzustellen.

 

 

§  8

Jollenlagerung

 

Jollen dürfen nur nach vorheriger Zuweisung durch den Hafenmeister am zugewiesenen Platz im Hafenvorfeld in der Zeit vom  01. Mai - 15. Oktober eines Jahres gelagert werden.

 

Jede Jolle ist mit einem Namen zu kennzeichnen. Die Clubzugehörigkeit muß erkennbar sein. Bei der Beantragung eines Jollenlagerplatzes ist das Bestehen einer Haftpflichtversicherung nachzuweisen. Als Nachweis der erfolgten Zuweisung erhalten die Jollen eine Plakette durch die Hafenverwaltung.

 

Jollen ohne Plakette der Hafenverwaltung sowie verwahrloste Jollen werden kostenpflichtig entfernt.

 

 

§  9

Winterlager

 

Die Benutzung von Hafenanlagen außerhalb der Saison regelt die Bootsfreilager-Ordnung.

 

§ 10

Haftung

(1)

Für Schäden beim Verkehr mit Landfahrzeugen , die auf ein Verschulden des Hafenbetriebs zurückgeführt werden können, haftet der Hafenbetrieb nur, sofern ihm Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last gelegt werden kann.

 

 

 

(2)

Für Schäden beim Verkehr mit Wasserfahrzeugen, die auf ein Verschulden des Hafenbetriebs zurückgeführt werden können, haftet der Hafenbetrieb maximal in Höhe des Zeitwertes der beteiligten Wasserfahrzeuge.

 

 

§ 11

Haftung für Krananlagen

Für Schäden, die unter Verstoß gegen § 7 Abs. 1 Ziff. 12 entstehen, haftet alleine der Nutzer, sofern nicht ein Verschulden des Hafenbetriebes nachgewiesen werden kann

 


 

 

§  12

Inkrafttreten

 

Diese Benutzungsordnung tritt am  01. Januar 1992 in Kraft.

                                                    19. März 2003

Gleichzeitig tritt die Benutzungsordnung vom  24. Juni 1985 außer Kraft.

 

 

 

Dänischenhagen,  den  09. Dezember 1991

01.März 2003     Amt Dänischenhagen

 

Der Amtsvorsteher als Hafenbehörde

Gemeinde Strande

Der Bürgermeister

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